|
Ein Gespräch mit N-TV
Journalistin Solveig Bach
4. September 2007
http://www.n-tv.de/847376.html
Verzicht als
Chance
Fasten
ist ganz leicht
Viele Religionen kennen Fastenzeiten,
Christen fasten traditionell vor Ostern, aber auch in der
Adventszeit. Im islamischen Ramadan wird tagsüber gefastet. Im
Judentum gibt es mehrere Zeiten des Fastens und in Asien spielt im
Zusammenhang mit der Enthaltsamkeit auch Yoga eine Rolle. Doch obwohl
religiöse Regeln von vielen Menschen nicht mehr so wichtig
genommen werden, hat das Fasten nichts von seiner Faszination
verloren.
Viele Ärzte verneinen zwar nach wie vor
die heilende Wirkung des Verzichts, jüngste Studien belegen
jedoch, dass rheumatische Gelenkerkrankungen durch das Fasten ebenso
positiv beeinflusst werden wie Migräne, Neurodermitis oder
andere Hauterkrankungen. Und viele Menschen fasten regelmäßig.
Franz S. Moesl leitet seit über 10 Jahren Fasten- und
Yogaseminare im In- und Ausland. Er findet das Fasten "optimal,
um wieder in die eigene Mitte zu kommen." Und er ermutigt
Menschen, das Fasten zu entdecken: "Du musst einfach den eigenen
Bedürfnissen nachgehen, wenn du den Wunsch hast, zu fasten, dann
ist die Zeit auch da."
n-tv.de: Viele Menschen
fürchten sich davor, auf das Essen zu verzichten. Da kommen
Ängste vor Hunger und Mangel auf, wie kann man beim Fasten damit
umgehen, dass man ja tatsächlich für eine Zeit auf etwas
verzichtet?
Das haben oft Leute, die zum ersten Mal
fasten, aber wenn du erstmal im Fasten drin bist, bist du verwundert,
wie leicht es ist. Weil der Körper sich am zweiten Tag umstellt,
er nimmt nicht mehr, sondern er gibt ab und er lässt los.
Also sind das eher Ängste von Menschen ohne
Fastenerfahrung?
Ja, denn sobald man die Erfahrung
hat, ist man eher verwundert, wie leicht das geht.
Ist das
Geheimnis des Fastens, das es so schwer scheint und dann leicht
ist?
Fasten hat etwas mit Selbsterfahrung zu tun,
dass du dich auf dein Innerstes einlässt und sobald man das tut,
wird es leicht. Fasten und beten gehören zusammen so wie essen
und arbeiten. Beten darf man dabei nicht so eng sehen, sondern mehr
wie ein Nach-Innen-Gehen, um zu sehen, was einen beschäftigt
oder auch belastet. Durch die innere Veränderung entsteht auch
eine äußere, wenn innen wieder Ruhe einkehrt, dann wird
der Körper gesund, Stress und Unruhe verschwinden.
Ergänzen
sich hier Fasten und Yoga?
Durch das Fasten wird der
Weg nach innen geöffnet und durch das Yoga finden wir wieder den
Bezug zum Körper durch das Spüren und Wahrnehmen, über
das Hören auch. So eine Fastenwoche ist ein ganzheitlicher
Prozess, bei dem auf der einen Seite viel Ruhe auf der anderen viel
Aktivität notwendig ist. Das ist für mich Wandern und Yoga.
Die Teilnehmer haben nach einer Woche eine viel bessere Kondition und
sind fitter, als vor dem Fasten.
Was passiert da im
Körper? Obwohl ihm keine Energie über Nahrung zugeführt
wird, kann der Organismus offenbar jede Menge Kraft
mobilisieren?
Das hängt mit der körperlichen
Umstellung zusammen, ab dem zweiten Fastentag stellt sich der Körper
um, er gibt alle Stoffe ab, die ihn belasten, es findet eine
körperliche Reinigung statt, hauptsächlich über die
Leber, aber eigentlich im ganzen Körper. Im Grunde genommen sind
wir überfüttert, die Hälfte aller Krankheiten entsteht
durch die Ernährung, und Fasten ist wie Urlaub für alle
Verdauungsorgane. Im Normalfall geht viel unserer Energie in die
Verdauungsarbeit, und diese Energie wird jetzt frei. Man sieht das ja
daran, dass du, wenn du viel isst, eher träge und müde
wirst. Und beim Fasten wird man eher wacher und gedanklich frei.
Sie geben
seit 15 Jahren Fastenkurse, etwa 18 Kurse im Jahr, das sind viele
Menschen, die Sie beim Fasten begleitet haben. Wer kommt denn in Ihre
Kurse?
Also es kommen Frauen und Männer, im
Alter zwischen 18 und 80, Dicke und Dünne. In erster Linie
Menschen, die eine Veränderung in ihrem Leben suchen. Menschen,
die körperliche und manchmal auch seelische Leiden haben. Und
sie kommen in der Regel auch immer wieder.
Wer einmal
in Ihrem Kurs gefastet hat, macht es immer wieder?
Ich
denke, weil das Fasten und das Yoga ihr Leben bereichert hat, weil
sie besser erkennen können, was ihnen gut tut und wichtig ist,
und weil das Fasten ihnen hilft, selbstbestimmter zu leben. Viele
sagen, so eine Fastenwoche ist wie drei Wochen Urlaub für sie.
Und dann merken die Leute auch, dass es ihnen körperlich besser
geht.
Sie geben
seit 15 Jahren Fastenkurse, etwa 18 Kurse im Jahr, das sind viele
Menschen, die Sie beim Fasten begleitet haben. Wer kommt denn in Ihre
Kurse?
Also es kommen Frauen und Männer, im
Alter zwischen 18 und 80, Dicke und Dünne. In erster Linie
Menschen, die eine Veränderung in ihrem Leben suchen. Menschen,
die körperliche und manchmal auch seelische Leiden haben. Und
sie kommen in der Regel auch immer wieder.
Wer einmal
in Ihrem Kurs gefastet hat, macht es immer wieder?
Ich
denke, weil das Fasten und das Yoga ihr Leben bereichert hat, weil
sie besser erkennen können, was ihnen gut tut und wichtig ist,
und weil das Fasten ihnen hilft, selbstbestimmter zu leben. Viele
sagen, so eine Fastenwoche ist wie drei Wochen Urlaub für sie.
Und dann merken die Leute auch, dass es ihnen körperlich besser
geht.
Sie geben
seit 15 Jahren Fastenkurse, etwa 18 Kurse im Jahr, das sind viele
Menschen, die Sie beim Fasten begleitet haben. Wer kommt denn in Ihre
Kurse?
Also es kommen Frauen und Männer, im
Alter zwischen 18 und 80, Dicke und Dünne. In erster Linie
Menschen, die eine Veränderung in ihrem Leben suchen. Menschen,
die körperliche und manchmal auch seelische Leiden haben. Und
sie kommen in der Regel auch immer wieder.
Wer einmal
in Ihrem Kurs gefastet hat, macht es immer wieder?
Ich
denke, weil das Fasten und das Yoga ihr Leben bereichert hat, weil
sie besser erkennen können, was ihnen gut tut und wichtig ist,
und weil das Fasten ihnen hilft, selbstbestimmter zu leben. Viele
sagen, so eine Fastenwoche ist wie drei Wochen Urlaub für sie.
Und dann merken die Leute auch, dass es ihnen körperlich besser
geht.
Sie geben
seit 15 Jahren Fastenkurse, etwa 18 Kurse im Jahr, das sind viele
Menschen, die Sie beim Fasten begleitet haben. Wer kommt denn in Ihre
Kurse?
Also es kommen Frauen und Männer, im
Alter zwischen 18 und 80, Dicke und Dünne. In erster Linie
Menschen, die eine Veränderung in ihrem Leben suchen. Menschen,
die körperliche und manchmal auch seelische Leiden haben. Und
sie kommen in der Regel auch immer wieder.
Wer einmal
in Ihrem Kurs gefastet hat, macht es immer wieder?
Ich
denke, weil das Fasten und das Yoga ihr Leben bereichert hat, weil
sie besser erkennen können, was ihnen gut tut und wichtig ist,
und weil das Fasten ihnen hilft, selbstbestimmter zu leben. Viele
sagen, so eine Fastenwoche ist wie drei Wochen Urlaub für sie.
Und dann merken die Leute auch, dass es ihnen körperlich besser
geht.
Inwiefern?
Letztes
Jahr war eine Frau bei mir im Kurs, die hatte große Schmerzen
überall im Körper. Und sie hat sich sehr gequält beim
Yoga und auch beim Wandern, vier Monate später war sie wieder in
einem Kurs, und sie hat gestrahlt und erzählt, wie alles viel
besser geworden ist. Dass sie viele Gewohnheiten verändert hat,
hauptsächlich Ernährungsgewohnheiten, drei Monate später
war sie wieder im Kurs, sie hat Übergewicht verloren, sie hat
auch Milchprodukte weggelassen. Sie hatte sich davor eigentlich schon
damit abgefunden, Schmerzen zu haben, und beim Fasten hat sie gelernt
oder die Kraft gefunden zu lernen, dass man das Leben jederzeit
ändern kann. Es ist halt nur die Kraft notwendig, Lebensmuster
zu verändern.
Das ist für
viele Menschen sicher viel schwerer, als eine Woche nicht zu
essen.
Mein Kurskonzept ist aber nicht, dass ich
sage, welches Leben oder welche Ernährungsform gut ist. Es ist
mehr eine Schulung von Intuition und innerer Wahrnehmung. Wenn im
Körper zum Beispiel Eiweiß fehlt, bekommt man eigentlich
Appetit auf eiweißreiche Nahrung, so ist das bei Kindern
jedenfalls. Lass dich nicht vom Kopf reglementieren, sondern iss,
wenn du Hunger hast und trink, wenn du durstig bist. Kein Tier
frisst, bis es zum Arzt muss, aber der seelisch leidende Mensch macht
das. Und aus diesem Muster kommst du beim Fasten raus. Das machen das
Fasten und das Yoga einfach.
Haben Sie schon jemals
erlebt, dass jemand nicht fasten konnte?
Also
derjenige, der den Wunsch hat, der wird fasten können, überreden
kann man niemand, wenn man eigentlich keine Lust hat, dann wird man
keinen Erfolg haben.
Wie oft im Jahr fasten Sie denn
selbst?
In der Regel drei Mal, zwei Mal 14 Tage und
einmal eine Woche, so habe ich das in den letzten Jahren gemacht, ich
weiß gar nicht, ob das so bleiben wird.
Und
wenn Sie sich etwas wünschen könnten?
Dann
hätte ich gern, dass mehr Männer in die Fastenkurse kommen,
nicht nur in meine, aber auch in meine. Die Gruppen werden dann
harmonischer, aber Männer finden oft über das Fasten auch
wieder mehr von ihrer eigenen Kraft, ihrem Selbstbewusstsein, und das
finde ich auch als Mann schön, das zu beobachten. In vielen
Naturreligionen gibt es Riten für Männer oder für
heranwachsende Jungen, und die sind auch oft mit Fasten verbunden.
Und etwas von der Kraft, die in diesen Riten steckt, kann man gut
spüren, wenn Männer fasten.
Mit Franz S. Moesl
sprach Solveig Bach
|